Der Staat und die Gewalt

SPON berichtet über den Übergriff eines Polizeibeamten auf eine 15jährige, die nach der Fahrt mit dem als gestohlen gemeldeten Auto ihrer Eltern vorläufig festgenommen worden war.

Wenn man auf dem Video sieht, mit welcher Brutalität der Polizist auf das Mädchen losgeht, muss man sich schon fragen, ob er für diesen Beruf geeignet ist. Die Provokationshandlung (unwilliges Schleudern des Schuhs) wirkt nicht besonders aggressiv, die Bilder von seinem engagierten Eingreifen dagegen schon. Ich war nicht dabei, und der Polizeiberuf ist sicher nicht geschenkt immer einfach. Aber das Gewaltmonopol des Staates halte ich schon für so bedeutend, dass die Staatsmacht verantwortungsvoll damit umgehen sollte. Deshalb ist es wichtig, dass der Vorfall untersucht wird und folgerichtig, dass der Beamte suspendiert und angeklagt wurde. Besonders erschreckend finde ich die Gewalt, mit der er das Mädchen an den Haaren zu Boden wirft und dann noch auf die völlig Wehrlose einschlägt. Sein Azubi-Kollege macht als williger Helfer auch nicht die beste Figur, aber das ist wohl sozialer Druck in Reinform. Jedenfalls kann er froh sein, dass sie keinen Atemstillstand bekommen hat, sonst ginge es jetzt wohl um etwas mehr als ein Jahr Haft…